Der Porsche 956 wurde in extrem kurzer Zeit realisiert. Vom berühmten weissen Blatt Papier bis zur Fertigstellung des ersten Prototypen vergingen nur 9 Monate.

Bei seiner Le Mans-Premiere gelang den Porsche 956 ein grandioser Sieg. Die Startnummer 1 kam auf Platz 1, die Startnummer 2 wurde Zweiter und die Startnummer 3 belegte den dritten Platz.

Beim 1000-km-Rennen von Silverstone 1985 verloren vier Porsche 956 je ein Rad. Die zuständige Felgenfirma schob die Schuld auf die Mechaniker, die die Felgen nur mit dem Schlagschrauber anzogen - was nicht ausreichte um die benötigten 100 - 120 Meterkilopond aufzubringen.

Beim Training zum 1000-km-Rennen von Monza 1985 wurde es Stuck plötzlich sehr warm im Rücken. Ein Blick in den Rückspiegel zeigte, dass das Heck seines Porsche 962 lichterloh brannte. Stuck hielt an und floh aus dem Wagen. Die Streckenposten, wie auch Jochen Mass, der mit einem Feuerlöscher in seinem 962 aus der Box zum Stuck-962 fuhr um zu löschen, kamen zu spät. Der Wagen brannte aus. Sachschaden 500.000 DM. Stuck/Bell mussten im Rennen dann mit einem Vorjahres-956 starten.

Der Porsche 956 ist der Rennwagen, der die absolut schnellste Runde auf der Nordschleife fuhr. Als einziger Rennwagen erreichte dieser Wagen einen Schnitt von über 200 km/h, als Stefan Bellof beim Training zum 83er 1000-km-Rennen eine 6:11,13 min fuhr.

In den FiA-Statistiken steht der Porsche 956 mit der 6:25,91 min (gefahren von Stefan Bellof beim 83er 1000-km-Rennen) als letzter offizieller Rekord der Nordschleife. Zudem ist der Porsche 956 (unter Mass/Ickx) das letzte Siegerfahrzeug der 1000-km-Rennen auf der Nordschleife.

7 lange Jahre lang war der Porsche 956/962 siegfähig. Der erste Sieg gelang in Silverstone 1982, den letzten Sieg eines Porsche 956/962 holten Wollek/Jelinski, am 21.05.1989 in Dijon.

427 Seiten stark war die Bedienungsanleitung, die mit dem Porsche 956 ausgeliefert wurde. In dieser Bedienungsanleitung erfuhr der Kunde alle nötigen Ersatzteilnummern, und wie der Wagen zu bedienen war. Dabei wurde auch nicht vergessen, das Prinzip der H-Schaltung darzustellen.

Der Kunde erfuhr auch, daß dieser Wagen auf normalen Strassen nicht gefahren werden durfte, und daß bezüglich der Karosse nicht die Qualität der Porsche-Strassenfahrzeuge erwartet werden durfte.

 

 

Auch der unvergessene Ayrton Senna fuhr -einmal- einen Porsche 956. Beim 1000km-Rennen 1984 auf dem “Eifelring” belegte Senna, zusammen mit Johansson und Pescarolo, im Jöst-Porsche 956-104 den 8. Platz. Das Rennen gewannen Bellof/Bell im Werks-Porsche 956.

“Hasenfutter” stand groß auf der Fronthaube in der Box des Brun-Teams, beim 1000km-Rennen von Brands Hatch 1984. Des Rätsels Lösung: Ein Tuner hatte versucht die 22.000 DM teure Original-Fronthaube nachzubauen. Leider haperte es erheblich mit der Passgenauigkeit, weshalb der Huber Sepp meinte “Dös Gelump, dös konnst die Has’n geb’n”, und tat diese Meinung mit Pinselstrichen auf der Fronthaube kund.

[RR09198430]

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